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Tipps für den Kauf der ersten Gitarre – Teil 2

Für diejenigen die bei dem ersten Kauf einer Gitarre entgegen meiner Empfehlung, auf fachkundigen Beistand verzichten wollen oder müssen, zum Beispiel, wenn bei der Begutachtung einer gebrauchten Gitarre nicht jedes mal jemand kompetentes dabei sein kann, folgen hier einige grundlegende Kriterien zur Beurteilung einer akustischen Gitarre.

Flamenco-Gitarre

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Der Aufbau der Gitarre

Überblick in mehreren Teilen über die Komponenten der Gitarre und deren Funktionsweise.

Die meisten der untenstehenden Anmerkungen haben zum Ziel, Mängel aufzudecken und sind besonders für den Kauf einer gebrauchten Gitarre interessant. Beim Kauf einer Gitarre im Fachhandel kann man bei technischen(!) Mängeln davon ausgehen, dass der Händler seiner Gewährleistungspflicht nachkommt, auch wenn die Mängel erst später entdeckt werden.



Zeit nehmen!

Die Beurteilung einer Gitarre kann nicht zwischen Tür und Angel passieren. Man braucht eine stressfreie Umgebung und ausreichend Zeit.
Gerade, wenn man noch nicht erfahren ist vergisst man sehr schnell etwas und erinnert sich womöglich erst an bestimmte Kriterien, wenn man die Gitarre schon bezahlt und mit nach Hause genommen hat.



Äußerlicher Zustand der Gitarre

Zu der Begutachtung des äußerlichen Zustandes ist sicher auch ein Laie in der Lage. Es gilt die Gitarre auf Gebrauchsspuren, Lackschäden und vor allem auf Risse zu untersuchen.

Dabei schaut man sich die Gitarre von allen(!) Seiten an. Den Boden, den Zargen (ringsherum), die Decke, den Steg,die Schalllocheinfassung, das Griffbrett, den Sattel, den Kopf mit den Stimmmechaniken (auch von oben), den Hals (von der Rückseite) und den Hals- Korpusübergang.

Gebrauchsspuren und Lackschäden sind in der Regel nur ein optisches Problem und vornehmlich bei Preisverhandlungen von Bedeutung. Auch kann ein Herstellungsfehler, wie zum Beispiel ein durchgeschliffenes Furnier, die Gitarre stark im Preis mindern, ohne das man Funktionseinschränkungen in Kauf nehmen muss.

Risse im Lack schränken nicht unbedingt die Funktionsfähigkeit der Gitarre ein, es ist aber für den Laien schwer zu beurteilen ob es sich um reine Lackrisse oder statische Risse handelt.
Besonders bei Rissen an Kanten und Verleimungen sollte man, auch wenn der Preis verlockend erscheint, die Finger lassen.



Steg, Sattel und Saitenhalter

Steg und Sattel werden, wie alles andere auch, auf saubere Verarbeitung geprüft. Es ist darauf zu achten, ob die Saiten am Sattel ein gute Führung haben und die Kerben, in denen die Saiten laufen passgenau sind.

Am Steg sollten keine scharfen Kanten vorhanden sein, da sonst die Gefahr von häufigem Saitenriss besteht.
Unter dem Steg beziehungsweise dem Saitenhalter darf kein Spalt sein. Das kommt relativ oft bei preisgünstigen Gitarren vor (je billiger desto öfter). Ist man sich nicht sicher ob dort ein Spalt ist oder nicht, kann man ein Stück Papier auf die Decke unterhalb des Saitenhalters legen und versuchen es unter den Saitenhalter zu schieben. Wenn das Papier auch nur minimal unter dem Saitenhalter verschwindet, dann lieber die Finger davon lassen.

Reparaturen sind hier sehr kostspielig und lohnen sich wenn überhaupt nur bei wertvollen Instrumenten.



Die Saitenlage

Die Saitenlage bezeichnet den Abstand zwischen den Saiten und dem Griffbrett. Er sollte am zwölften Bund nicht mehr als ca.6mm betragen.
Es gibt zwar sehr gute Konzertgitarren die eine höhere Saitenlage haben, für Anfänger und den durchschnittlichen (was auch immer das sein mag) Gitarristen ist eine solch hohe Saitenlage unpraktikabel.

Die Saitenlage ist ein Kompromiss zwischen Schwingungsentfaltung und Bespielbarkeit der Saiten. Je weiter die Saite vom Griffbrett entfernt ist, desto besser können die Saiten schwingen und den Ton entfalten, je näher die Saiten am Griffbrett liegen, desto leichter ist die Gitarre zu spielen.

Wenn die Saiten bei normaler Intensität angeschlagen werden und trotz sauberer Griffweise oder als Leersaiten schnarren beziehungsweise scheppern, ist die Saitenlage zu niedrig.

Die Saitenlage lässt sich von einem guten Gitarrenbauer leicht korrigieren, das kostet aber natürlich etwas und sollte in den Gesamtpreis mit einbezogen werden.

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